Die "Aktivierende Stadtdiagnose" ist ein sozialwissenschaftliches Verfahren das Städte und Gemeinden dabei unterstützt, ihre Stärken und Schwächen zu analysieren. Die Erhebung der Daten ist partizipativ, weil auf die Analyse des sozialen Zusammenhalts besonderes Augenmerk gelegt wird. Die abschließende Diagnose zeigt, wie sich die jeweilige Stadt oder Gemeinde, optimal auf einen zukunftsfähigen Veränderungsprozesses vorbereiten kann.
Details: Die Aktivierende Stadtdiagnose ist ein teilstandardisiertes qualitatives Verfahren, speziell dazu entwickelt, um zukunftsfähige Potenziale einer Stadt ausfindig zu machen. Sie stellt eine (stadt-)psychologische Annährung an den 'Sozialraum Stadt' über die subjektiven Erlebnisse, Erfahrungen und Wahrnehmungen der Menschen dar. Die Methode kann als psychologisches Äquivalent zur Sozialraumanalyse eingestuft werden. Der besondere Fokus liegt auf der Diagnose von zukunftsfähigen Potenzialen und in der Vorbereitung von neuen sozialen Netzwerken. Mit der Diagnose können Städte aus eigener Kraft jene Veränderungsmaßnahmen setzen die es braucht, um eine hohe Stadt- und Lebensqualität dauerhaft abzusichern.
Die Aktivierende Stadtdiagnose kann prinzipiell auf alle Gemeindeformen (Katastralgemeinde, Standardgemeinde, Marktgemeinde, Stadtgemeinde) angewendet werden. Abhängig von der Größe der Stadt, je nach Einwohnerzahl und Fläche, sind sowohl Größe des Forscherteams, als auch Dauer der Aktivierenden Stadtdiagnose. Als Richtwert kann gelten, dass eine Aktivierende Stadtdiagnose rund vier Monate dauert. Für die Arbeit in der jeweiligen Stadt wird ein interdisziplinäres Erhebungsteam zusammengestellt und eingeschult.
Zur Erstellung der Stadtdiagnose werden lokale AkteurInnen und Akteure umfassend in den Erhebungsprozess einbezogen. Eine fundierte Stadtdiagnose kann nicht erstellt werden, ohne die Meinung jener zu kennen, die in der Stadt wohnen, arbeiten und Entscheidungen treffen.
Die Diagnose selbst beinhaltet eine umfassende und detaillierte Darstellung jener Themen (=Themenanalyse), die eine hohe Aktualität besitzen und daher vorrangig behandelt werden sollten. Speziell hingewiesen wird auf jene Potenziale, die für eine zukunftsfähige Entwicklung bedeutsam sind: Hilfreiche und hemmende Faktoren werden ebenso dargestellt, wie unbewusste Wahrnehmungs- und Denkmuster der StadtbewohnerInnen. Diese zu kennen ist deshalb wichtig, da sich bestimmte Vorstellungen über die Stadt negativ auf die weitere Stadtentwicklung auswirken könnten.
Aufgezeigt wird ferner, bei welchen Bewohnergruppen eine besonders hohe Bereitschaft zur Beteiligung vorhanden ist und auf wen in Zukunft mehr Rücksicht zu nehmen ist (=Kommunegramm).
Die Erfahung hat gezeigt, dass sich – ausgelöst durch den stadtpsychologischen Befragungsprozess - die Kommunikation zwischen Politik und Bevölkerung zu verbessern beginnt. Die Menschen einer Stadt begrüßen es, wenn sie um ihre Meinung gefragt werden. Der Politik wiederum nützt es, um die Meinung der Bevölkerung fundiert Bescheid zu wissen.
Arbeitsschritte:
Einen Trailer zur Aktivierenden Stadtdiagnose finden Sie auf YouTube.
Downloads:
BROSCHÜRE zur Aktivierenden Stadtdiagnose
STADTPSYCHOLOGISCHE A-1040 Wien, Vienna, Austria Tel+Fax: 0043.1.9414754 Mobil: 0043.699.17103636
PRAXIS EHMAYER
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Die Stadtpsychologin Cornelia Ehmayer arbeitet derzeit an der Dissertation über das von ihr entwickelte Verfahren "Aktivierende Stadtdiagnose".